08.11.2025

100 Jahre Deutscher Tischtennis-Bund (DTTB)

1899 wurde in Berlin der "Erste Berliner Ping-Pong-Club" gegründet und 1900 gab es in Berlin ein eigenes Ping-Pong-Café mit mehreren Tischen am Victoria-Luise-Platz in Berlin. 1901 fand in Hamburg-Uhlenhorst das erste Tischtennisturnier statt.

Am 09.04.1902 gründeten 12 Männer – unter ihnen Ferdinand Gruber – in der Konditorei An der Spandauer Brücke 13 die Berliner Tennis- und Ping-Pong-Gesellschaft Borussia. Der erste Tischtennisverein entstand aus einer Fusion der Vereine „Berliner Tennis- und Ping-Pong-Gesellschaft“ und „Kameradschaftliche Vereinigung Borussia“. Gespielt wird 1902 in der Hufelandstraße im Friedrichshain, und im Laufe der ersten Monate stieg die Zahl der Mitspieler auf 20 an. Ende 1902 verliert der Club seine Plätze, weil das Gelände bebaut wird. Im Dezember wird das Ping-Pong-Spiel aufgegeben. Ab 1903 fokussierte sich der Verein, der später zu Tennis Borussia Berlin wurde, auf Fußball und änderte seinen Namen in „Berliner Tennis Club Borussia“.

Im Kasino am Nollendorff-Platz wurde 1907 die erste deutsche Meisterschaft gespielt. Am 10.01.1925 veranstaltete der Tennis-Club 1900 Gelb-Weiß in Berlin die erste deutsche Meisterschaft mit internationaler Beteiligung. Zeitnah hierzu forcierte insbesondere Georg Lehmann nicht nur die Gründung des DTTB, sondern setzte sich maßgeblich für die Gründung der International Table Tennis Federation (ITTF) ein.

Nach dem Ersten Weltkrieg lud der Tennisspieler Roman Najuch erfolgreiche Sportler unterschiedlicher Sportrichtungen in das Sporthaus von Richard Raus zum Tischtennis ein.Tische mit den Maßen 2,70 x 1,40 x 0,75 bis 0,85m, Netze mit einer Höhe von 17,5cm und Tischtennisschläger, die hohl, mit Pergament oder Fell bezogen, oder aus Holz mit Samt beklebt waren.

Am 21.02.1925 trafen sich in München im Palais Preysing Vertreter aus 21 Tennisvereinen, die sich auch für Tischtennis interessierten, und bildeten einen Ausschuss zur Gründung des DTTB. Diesem Ausschuss gehörten Georg Lehmann (Gelb-Weiß Berlin), Ferdinand Gruber (Generalsekretär des Deutschen Tennis Bundes), Hans Oskar Simon (Pforzheim) sowie Vertreter der damaligen Berliner Vereine Borussia Berlin (Tennis), Gelb-Weiß Berlin (Tennis), Berliner Schlittschuhclub, Sportverein Zehlendorf und Lawn Tennis-Turnier-Club an.

Am 08.11.1925 wurde der DTTB in Berlin gegründet. 32 Vereine beschlossen eine Satzung und eine Gebührenordnung und schrieben die Spielregeln fest. Als Amtliches Organ wurde die Zeitschrift Tennis und Golf festgelegt. In den Vorstand wurden gewählt:



Georg Lehmann (* 29.04.1887 in Berlin; † 06.12.1974 in Buenos Aires)

Von 1925 bis 1929 war er erster Präsident des DTTB. Am 24.11.1965 wurde ihm das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Er gewann als Mitglied des Tischtennisvereins Gelb-Weiß 1900 Berlin die inoffiziellen deutschen Meisterschaften 1904, 1905, 1906 und 1907. Bei der 1. Tischtennis-Weltmeisterschaft vom 6. bis 12.12.1926 in London war er Mannschaftsführer, nahm aber nicht an den Spielen teil.






Paul Steffenhagen (* 23.09.1884; † im 20. Jahrhundert)

Von 1925 bis 1945 war er Generalsekretär des Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB). Ab 1938 war er zusätzlich Pressewart beim DTTB.

Zeitgleich war er Präsident des Tennis Club Rot-Weiß Berlin.






Fritz Zinn (* unbekannt; † um 1950 in New York)

Von 1925 bis 1933 war er der erste Schatzmeister des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB).

Er wurde 1926 zum Beisitzer im Präsidium des ITTF („Advisory Committee“) gewählt.

Bei der 1. Tischtennis-Weltmeisterschaft vom 6. bis 12.12.1926 in London trat er im Doppel mit Curt Gerstmann an. Nach einem Freilos in der ersten Runde schieden sie gegen die Engländer H. A. Benett und George J. Ross aus.






Dr. Mevert (Beisitzer)

Pinneberg






E. Scheibner (Beisitzer)

Leipzig



Im Jahr 1926 veröffentlichte der DTTB über die Zeitschrift Tennis und Golf das vollständige, aus dem Englischen übersetzte offizielle Regelwerk inklusive der Bestimmungen für das Doppel. Ab 02.10.1932 veröffentlichte der Verlag Hermann Meister aus Heidelberg die eigene Zeitschrift Tischtennis – auch Tisch-Tennis genannt – heraus.